Liebesleben

Flaute im Bett - Klartext

21:22:00

Ich könnte jetzt anfangen mich zu entschuldigen und mir zig Ausreden einfallen lassen, die wobei auch stimmen würden aber ich mache es kurz und knapp – das Leben kam dazwischen. Nach und nach werdet ihr auf meinem Blog sicher mitbekommen, was so alles dazwischen kam. Jetzt und hier möchte ich aber mit etwas anderem weitermachen.

Ich schreibe manchmal über Themen, die nicht unbedingt jedem passen – denken wir mal zurück an meine One Night Stand Posts! Aber genau damit möchte ich weiter machen. Mit Posts, die etwas intimer, persönlicher aber auch nicht von jedem ganz akzeptiert werden. Ich möchte offen und ehrlich schreiben. Und heute geht es damit los.

Wir kehren in die Zeit mit meinem Langzeitfreund zurück.  Wir hatten wirklich eine jahrelang gut laufende Beziehung, haben uns super verstanden und waren auf der Freundschaftsbasis immer auf einer Höhe. Nur leider kam die Liebesbasis etwas zu kurz. Es lag vielleicht auch daran, dass unser Sexleben einfach pure Enttäuschung war.

Am Anfang der Beziehung, mein erstes Mal. In meinen Augen viel zu schnell, glatt zwei Monate nachdem wir zusammengekommen waren. Mit 15. Wobei das heute vielleicht sogar ,,alt‘‘ ist. Ich fühlte mich damals jung.

Man war verrückt nacheinander und hatte mehrere Male am Tag Sex. Es war egal, dass er nach ein paar Stößen schon kam. Der Adrenalinspiegel stieg trotzdem. Das Wort Orgasmus hatte ich zwar schon einmal gehört – aber gespürt NEIN.

Nach mehr als 2 Jahren war der Adrenalinspiegel natürlich längst nicht mehr so hoch und auch der Sex wurde weniger. Umso bedeutender das er GUT ist. War er aber nicht. Noch immer war nach ein paar Stößen Schluss und von Vor- oder Nachspiel ganz zu schweigen. Ein bisschen Gefummel und los ging es. Es wurde für mich zur Qual, zu etwas was man machen muss. Natürlich sprachen wir darüber und ihm war es natürlich auch super unangenehm, dass es quasi an ihm lag. Er kann im Prinzip auch nichts dafür und ich versuchte ihn mit Worten zu beruhigen. Denn wenn wir es mal so sehen, Hey selbst nach vier Jahren fand er mich wohl noch ziemlich scharf.


Ich muss sagen das es einige Ausnahmen gab. Immer dann, wenn er etwas mehr getrunken hatte. Der Sex war um längen besser. Allerdings von einem Orgasmus keine Spur. Ich begann zu googlen, wie es sich anfühlen sollte etc. Ich setzte mir, aus was für einem Grund auch immer, in den Kopf, dass ich wohl anders sei und keinen bekommen könnte.

Trotz vieler Worte und Gespräche, blieb der Sex schlecht. Ich bekam immer weniger Lust darauf, auch weil er meine Worte nicht wirklich ernstnahm. Denn an dem Vor- und Nachspiel könnte man ja gewiss was ändern. Davor musste es immer noch so schnell wie nur möglich gehen und danach wer er angeblich zu kaputt.

Es führte dazu, dass wir vor unserer Trennung so gut wie ein halbes Jahr gar kein Sex mehr hatten und ganz ehrlich Leute, ich habe es auch kein einziges Mal vermisst.


Wenn ich das jetzt so schreibe macht es mich wirklich ein wenig traurig und ich bin geschockt. Aber es war so. Wenn du es nicht anders kennst als schlecht, kannst du guten Sex auch nicht vermissen.
Mittlerweile weiß ich, dass ich wohl nicht ein Sonderfall bin und heute würde ich Sex definitiv vermissen. Aber davon erzähle ich euch ein anderes mal.

Hattet ihr selbst so eine Erfahrung? Habt ihr es irgendwann in den Griff bekommen?

Daran ist unsere Beziehung vielleicht nicht gescheitert, aber schön war es trotzdem nicht.

Habt noch einen schönen Tag,
eure Mila




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